Cruise Origin - Driverless Car for shared ownership - US-Startup Cruise stellt das erste eigene autonome E-Auto für die gemeinsame Nutzung vor

24.01.2020 23:10:25, Jürgen Auer, keine Kommentare

Das in San Francisco ansässige Startup Cruise hat am Mittwoch sein erstes selbstfahrendes Auto vorgestellt. Es ist für den gemeinsamen Besitz konzipiert und hat weder Lenkrad noch Pedale. Gesteuert wird es per App.

Das Auto konnte von vornherein ohne Motor, Lenkrad, Rückspiegel, Pedale und Scheibenwischer konzipiert werden. Die geräumige Kabine wurde quasi um die Fahrgäste herum konzipiert.

Es wurde in Zusammenarbeit mit General Motors und Honda konzipiert und versucht, das Auto quasi neu zu denken. Als Transportsystem, bei dem Designer von vorne anfangen können, ohne daß Vorstellungen bereits vorhandener Fahrzeuge berücksichtigt werden.
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Cruise unveils its driverless Origin car for shared ownership

https://www.dezeen.com/2020/01/24/cruise-origin-driverless-electric-car/

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Der COE Dan Ammann:

> "Fifty years ago, cars looked like, in a word, cars," said Cruise CEO Dan Ammann. "Fifty years, and all we've gotten is one incremental change after another."

Vor 50 Jahren sahen Autos wie Autos aus. 50 Jahre später - lediglich kleine, inkrementelle Anpassungen.

Menschen auf engstem Raum, es werden fossile Brennstoffe verbrannt. Die Städte werden verschmutzt und der Planet zerstört.

> We're still spending hours out of our day stuck in traffic, inventing new swear words. We're still dying at a rate of more than 3,000 people per day,

Wir stehen Stunden im Stau, erfinden ständig neue Schimpfwörter. Und es sterben mehr als 3000 Personen pro Tag.

Ein Gedanke: Es solle nicht das Auto verbessert werden. Stattdessen solle der Transport neu gedacht werden. Als ob das Auto nie existiert hätte.

Das Ergebnis: Nicht ein Auto, das man kauft. Sondern eine Erfahrung, die man teilt. So die Vorstellung. Es soll ein erschwinglicherer und kollaborativerer Transportstil gefördert werden.

Das Fahrzeug wirkt zwar größer, hat aber dieselben Maße wie ein übliches Fahrzeug. Dafür ist das Äußere eher blockartig und symmetrisch, so daß es wie ein Bus wirkt. Der Einstieg ist deutlich niedriger und breiter. Eine Person kann eintreten, während eine andere heraus kann. Die Sitze haben mehr Beinfreiheit und sind nach innen gerichtet. Also eher wie manche Sitze in Zügen, die um einen Tisch herum angeordnet sind.

Die Türen werden nicht nach außen hin aufgeklappt, sondern es sind Schiebetüren. So daß das typische Risiko für Fahrradfahrer entfällt.

Das Auto ist modular aufgebaut. Einzelne Teile können ausgetauscht oder aufgerüstet werden. Aufgrund dieser Modularität ergibt sich eine geschätzte Lebensdauer von über einer Million Meilen. Das wäre das Sechsfache des bislang üblichen Wertes. Mit der Wirkung, daß die Transportkosten sinken.

Ferner verspricht das Startup, daß der Preis etwa halb so hoch wie jener eines derzeitigen elektrischen SUV sei. Bedient wird es per App. Angetrieben von einer von GM entwickelten vollelektronischen Plattform.

Mehrere Sensoren beobachten die Umgebung und sollen Zusammenstöße mit anderen Objekten oder Menschen vermeiden.

Vorgestellt wurde es am 22.01.2020. Eigentlich sollte schon im Sommer 2019 ein fahrerloser Taxidienst starten, das hatte nicht gereicht. Allerdings sind Fahrzeuge der dritten Generation bereits jetzt in San Francisco unterwegs und bilden ein fahrerloses Mitfahrzentrum, das derzeit von Mitarbeitern genutzt werden kann.

Unter

Origin

https://www.getcruise.com/origin

finden sich einige weitere Informationen. Allerdings auch der Hinweis, relativ klein am Ende:

> All on-road images of the Origin are renderings.

Die Bilder, die das Fahrzeug auf Straßen zeigen, sind also künstlich erzeugte Bilder.

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