Play Bamboo Cabinet - Shigeki Yamamoto composes cabinet from japanese bamboo and german oak - in Berlin lebender Japaner kombiniert deutsche Eiche und Bambus

27.01.2020 23:53:43, Jürgen Auer, keine Kommentare

Bei Bambus denkt man nicht unbedingt an deutsches Eichenholz. Und bei deutschem Eichenholz nun wirklich nicht an Bambus.

Der japanische Designer Shigeki Yamamoto hat dagegen beide "Rohstoffe" zu ungewöhnlichen Möbelstücken kombiniert: Vierkanthölzer aus Eiche mit diversen, in gleichen Abständen angebrachten Löchern und runden Enden. So daß man solche Hölzer auf Eck über die runden Ecken miteinander verbinden und verschiedene Strukturen erschaffen kann.

Das kombiniert mit diversen Bambusrohren. Diese wurden ebenfalls mit solchen Löchern versehen. Plus diverse kleine Holzstöpsel aus Eiche, mit denen sich die Bambusrohre untereinander und Bambus mit Eichenstäben verbinden lassen.
.

shigeki yamamoto composes intricate cabinet from japanese bamboo and german oak

https://www.designboom.com/design/shigeki-yamamoto-cabinet-japanese-bamboo-german-oak-01-27-2020/

.
Das Ergebnis ist ein verblüffendes und einzigartiges Möbel- oder eher Kunststück. In das würfelförmige Innere wurde eine Glasplatte eingesetzt. Damit läßt sich das technisch als Aufbewahrungsort für ein paar Gegenstände nutzen.

Gleichzeitig hat man den Eindruck, daß das Ergebnis einerseits völlig stabil ist. Man aber andererseits das Möbelstück jederzeit zerlegen und teilweise oder vollständig in einer ganz anderen Form zusammensetzen könnte.

Shigeki Yamamoto hatte in seiner Berliner Werkstatt die Eichenteile erstellt. Dann fuhr er nach Japan und fand dort in einer kleinen Stadt Awa in der Kochi Präfektur den perfekt passenden Bambus.

Wohl nur dort gibt es eine Bambusart, die Taketora = Tiger-Bambus genannt wird. So genannt aufgrund eines charakteristischen Farbmusters.

Das Bohren des Bambus ist deutlich heikler als das Bohren eines kompakten Eichenvierkantholzes. Macht man das falsch, knackt der Bambus und ist nicht mehr zu gebrauchen.

Die Möbelstücke symbolisieren die japanischen und deutschen Einflüsse in der Arbeit von Shigeki Yamamoto. Sie betonen die einzigartige Schönheit beider Ausgangsmaterialien, indem beide in einem gemeinsamen Ergebnis genutzt werden.

Unter

PLAY BAMBOO CABINET

https://shigekiyamamoto.com/play-bamboo-cabinet/

verweist er darauf, daß in Japan Bambus überall wachsen würde. Bambus sei so allgegenwärtig, daß man Bambus im täglichen Leben gar nicht mehr wahrnimmt. Als er noch in Japan gelebt hat, habe er sich nie großartig Gedanken um Bambus gemacht.

Das änderte sich erst, als er nun wieder in Japan unterwegs war und ein Interesse daran entwickelte, Bambus für das "Play Bamboo Cabinet" zu nutzen.

*
* (wird nicht angezeigt)
Die Erläuterungen zum Datenschutz habe ich gelesen und stimme diesen zu.